Es ist nur ein Spiel. Aber es geht um sehr viel Geld. Und für einige bald um ihr Leben.
Richard Forthrast war schon immer das schwarze Schaf in seiner Familie. Jahrelang hat er sich nicht um seine Verwandtschaft gekümmert und lebte zurückgezogen vor allem in virtuellen Welten. Dabei hat er wie nebenbei mit der Schöpfung des Computerspiels T'Rain ein millionenschweres internationales Unternehmen gegründet. Als Richard über seinen Schatten springt und seiner arbeitslosen Nichte Zula einen Job bei T'Rain verschafft, führt ausgerechnet diese gute Tat geradewegs ins Verderben. Denn über Zulas Freund Peter gelangt ein neuartiges Computervirus, das sich ausschließlich über T'Rain verbreitet, auch auf den Rechner eines Mannes, dessen Bekanntschaft man besser nicht macht, da man dies selten überlebt. Der Beginn einer Kettenreaktion, die binnen Kurzem Zula und alles, was Richard wichtig ist, in einen tödlichen Strudel der Gewalt reißt.
Der Planet Arbre im Jahr 3689. Seit seinem achten Lebensjahr lebt Erasmas, genannt Raz, im Konzent Saunt Edhar, einer klosterähnlichen Gemeinschaft von Wissenschaftlern, Philosophen und Mathematikern. Die Aufgabe dieser Gemeinschaft ist es, hinter den jahrtausendealten Mauern Wissen zu bewahren und es vor den schädlichen Einflüssen der säkularen Welt zu beschützen. Denn während das Leben im Konzent nach strengen Ritualen und uralten Traditionen verläuft, so ist die Geschichte jenseits dieser abgeschlossenen Welt durch Chaos und Veränderung geprägt: Auf Blütezeiten folgten Zusammenbrüche, auf finsteres Mittelalter Erneuerung; Kriege und Klimawandel zerstörten die bestehende Ordnung.
Als Raz mit 18 seine erste Apert bevorsteht - eine Woche, in der beide Welten in Kontakt treten und Austausch pflegen - bereitet er sich mit seinen Mitschwestern und -brüdern darauf vor, den Konzent zu verlassen und sich in die säkulare Welt vorzuwagen. Aber dort muss er entdecken, dass außerarbrische Kräfte den Planeten bedrohen. Und mit einem Mal lastet eine hohe Verantwortung auf Raz' Schultern, denn er wird für die schwierige Aufgabe auserwählt, die Zerstörung des Planeten zu verhindern ...
Während des Zweiten Weltkriegs versucht Japan mit deutscher Unterstützung eine gigantische Goldreserve anzulegen, die nach Kriegsende als Basis für eine neue Währung dienen soll. Die Alliierten wissen davon nichts, werden aber auf verschlüsselte Botschaften aufmerksam, deren Code bisher nirgends sonst aufgetaucht ist. Sie setzen ihre besten Kryptografen darauf an, denen es allerdings bis Kriegsende nicht gelingt, den Code zu knacken.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später hat eine Gruppe junger amerikanischer Unternehmer den Plan, auf einer kleinen philippinischen Insel einen Datenhafen einzurichten, der Internet-Benutzern weltweit einen sicheren Transfer sowohl von verschlüsselten Nachrichten als auch von Geldüberweisungen ermöglichen soll. Bei Kabelverlegearbeiten stoßen sie auf das Wrack eines versenkten U-Boots mit Gold an Bord, in das verschlüsselte Texte gestanzt sind. Gleichzeitig entdeckt einer der Jungunternehmer im Nachlass seines Großvaters eine Kiste gestanzter Code-Kärtchen, die ihn – in Verbindung mit den Entdeckungen an Bord des U-Boots – auf die Spur jener Goldreserven bringen …
Zum Widget Zur Leseprobe (pdf) Der »Solitaire«-Verschlüsselungsalgorithmus (pdf) Pressestimmen
Los Angeles, irgendwann in der nicht mehr allzu fernen Zukunft: Hiro Protagonist ist Pizzalieferant in Diensten von Onkel Enzos Cosa Nostra Pizza, einem Mafia-Unternehmen, das jedem Anrufer garantiert, seine Bestellung innerhalb von genau dreißig Minuten zu liefern. Ein ziemlich normaler Job, mit einem Unterschied: Wer zu spät kommt, wird eliminiert – für immer. Hiro kommt dieser Nervenkitzel gerade recht, denn er ist einer der letzten wirklichen Helden: Neben seiner Tätigkeit als Auslieferator ist er der letzte freiberufliche Hacker und größte Schwertkämpfer aller Zeiten, der über seinen Computer in die virtuelle Welt des „Mertaversums“ eintaucht. Dort muss er als schwarzgewandeter Krieger gegen einen diabolischen Schurken ankämpfen, der das „Metaversum“ in die „Infokalypse“ zu stürzen droht.